Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)/059

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Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)
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Beschreibung Geschichte Burg Kynsberg.djvu
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um seinen Leib herum, und warf sich todtstellend, als ein Gefallener, unter die todten Kriegsgefährten, in welcher gefährlichen Lage er zwei Tage verweilen mußte, ehe sich Gelegenheit fand zu entkommen, und die Fahne unverlohren dem Regiment wieder zurückzubringen, die ihm zur Belohnung als Eigenthum vom Kaiser überlassen, und noch bei seinem Begräbniß unter andern Ehrenzeichen seiner Leiche vorgetragen wurde. Bald durch mehrere Beweise von Tapferkeit und Klugheit bekannt, denn mehrere mal hatte er ein Einzelner, mit mehreren Türken persönlich Kämpfe, indem er stets Sieger blieb, wurde er vom Kaiser Rudolph den 2. zu einem Obristen über 1000 Fußvolk gemacht. Nach dem Frieden mit den Türken 1606 kam er nach Schlesien, übernahm die, gewiß ihm vom Kaiser für geleistete Kriegsdienste in Ungarn, zugewendete Herrschaft Kynsberg, zwar nicht umsonst, aber um eine damals mäßige Summe, nämlich nur für den Pfandschilling. Schon den 19. May 19606 vermählte er sich mit der Wittwe des Christoph Schafgotsch auf Trachenberg, Greiffenstein ec. geb. v. Promnitz, und verschrieb ihr 1609 seine Burg und Herrschaft als künftiges Witthum. Diese Fürsorge traf er gewiß darum, weil Schlesien bedacht sein mußte der damals eindringenden Kosakenschwärme wegen, seine Gränzen zu decken, und man darauf umgieng, Soldaten zu werben, und ihm dabei ein Comando zu geben, welches er auch 1610. erhielt, als die Stände 2000 Mann zu Fuß und 1000 Reiter unter dem Oberbefehl des