Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)/060

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
GenWiki - Digitale Bibliothek
Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)
<<<Vorherige Seite
[059]
Nächste Seite>>>
[061]
Beschreibung Geschichte Burg Kynsberg.djvu
Hilfe zur Nutzung von DjVu-Dateien
Texterfassung: korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Bevor dieser Text als fertig markiert werden kann, ist jedoch noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.


Markgrafen Johann George von Jägerndorf aufstellten, und ihn demselben als General-Lieutenant zur Seite gaben. Diese damals wichtigen und höchst beschwerlichen Posten muß er abwechselnd bis 1619 besessen, und dabei viel Beschwerden ohne grade große Ehre davon einzuerndten, wozu es keine Gelegenheit gab. Sein Leichnenredner Ullrich Kutschenreuter, der bei seinem Tode sein Hofprediger und Pfarrer zu Dittmannsdorf war, und später als Superintendent zu Liegnitz starb, sagt in seiner dem Grafen gehaltenen Leichenrede, die ich in Fürstenstein vorfand[1], “der Graf habe während der Kriegsexpedition Tag und Nacht überflüßigen Kummer geführt, so daß er graue Haare bekommen; er habe allo feindliche Einfälle verhüten helfen, ohne was vor drei Jahren von der Grenze herein, in Ihre Gnaden Abwesen, als sie wegen hochwichtigen Sachen in Böhmen verreiset, geschehen ist. Wären sie dagewesen, dürfte es anders hergegangen sein.” Welcher von den Grenzeinfällen hier besonders gemeint sei, würde wohl zu finden sein, wenn ich eben Muße zu suchen hätte. Sein Leichenredner rühmt endlich auch von ihm, daß er gute Disciplin gehalten, und um einen Einfluß auf die Sitten der Soldaten zu erwerben, einen Feldprediger angestellt habe. Jedoch nicht


  1. In einem Folio Band, betitelt: Adelige Lebensläufe. 2 Bände. Manuscript. Aus ihm sind alle Nachrichten über die Hohenzollersche Familie entlehnt.