Chronik der Schotten-Crainfelder Familie Spamer/089

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Chronik der Schotten-Crainfelder Familie Spamer
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3. Joh. Jakob Emmelius, Pfarrer in Fleißbach bei Herborn, getauft am 25. September 1646, gestorben im Jahre 1691, und Katharina Boerberg von Dillenburg;
4. Joh. Justus Petrus Emmelius, Präzeptor in Nieder-Girmes, getauft am 17. Januar 1683, gestorben am 10. Februar 1760, und Elise Margaretha, gestorben am 22. November 1747;
5. Joh. Daniel Emmelius, Kommerzienrat in Rotterdam, später in Aßlar, geboren in Nieder-Girmes am 20. Oktober 1718, gestorben am 27. April 1781; 62 Jahre 8 Monate 9 Tage alt, und Susanne Henriette Karoline, geborene Emmelius in Aßlar, gestorben am 25. Januar 1806;
6. Ludwig Ernst Emmelius, Kreisbürgermeister zu Aßlar, geboren am 5. Februar 1776, gestorben am 11. April 1843, vermählt am 23. November 1803 mit Justine Philippine, geborene Remy aus Grenzhausen[1], geboren am 24. Januar 1780 daselbst, gestorben am 29. Januar 1848 in Aßlar.

Diese waren die Eltern von Wilhelmine und Karoline Emmelius, der 2. und 3. Frau Christian Spamers.

Die Geschwister dieser Frauen waren folgende:

Marie Henriette Wilhelmine Emmelius, geboren am 24. September 1804, verehelicht mit Ludwig Steinberger, Hofgerichtsadvokat in Gießen, geboren am 10. Juli 1800 in Hermannstein, gestorben am 24. April 1864 in Gießen;

Louis Emmelius, Kreisrichter in Neuwied, geboren am 29. Januar 1808 in Aßlar, gestorben am 16. September 1857 in Gießen;

Wilhelm Emmelius, Landwirt in Aßlar, geboren am 10. April 1812, gestorben am 4. Oktober 1843 in Aßlar;

Joh. Karl Emmelius, Zigarrenfabrikant in Gießen, geboren am 11. Juli 1818, gestorben am 5. Mai 1876 in Gießen, vermählt am 1. Juni 1849 mit Sophie Luise Friederike Remy, geboren am 3. Februar 1827, gestorben am 8. September 1880 in Gießen;

Ferdinand Emmelius, geboren am 3. Februar 1821, gestorben am 31. März 1822 in Aßlar.

Die Eltern der Mutter, Justine Philippine, geborene Remy, waren Johannes Remy, Handelsmann und Gerichtsschöffe, und seine Ehefrau Anna Maria in Grenzhausen.

Das älteste Kind von J. H. G. Christian Spamer in Hermannstein (aus 1. Ehe) war Johann Friedrich Christian Karl Spamer, Landwirt auf der Papiermühle in Kesselbach bei Londorf, geboren am 25. April 1830, abends 5¾ Uhr, in Hermannstein, getauft am 24. Mai eodem. Taufzeugen waren: Johann Konrad Rühl aus Schotten, z. Z. in Kesselbach (Urgroßvater); Friedrich Jakob Dornemann, Papierfabrikant zu Kesselbach (Großvater), Christian Spamer, Pfarrer zu Crainfeld (Großvater). — Karl Spamer besuchte von 1841 ab das Gymnasium in Wetzlar, von 1846 ab dasjenige in Gießen und bezog nach bestandenem Maturitätsexamen zu Ostern 1851 die Universität Gießen als stud. theologiae. Von Herbst 1852 bis Ostern 1853 studierte er in Heidelberg, kam dann wieder nach Gießen auf die Hochschule zurück und verließ dieselbe Herbst 1854, um sich auf dem Gute seiner Großmutter Dornemann in Kesselbach der Landwirt­schaft zu widmen. Nachdem dort am 21. Februar 1855 sein Oheim Wilhelm Dornemann gestorben war, übernahm er die Bewirtschaftung des Gutes. Leider sollte dies nur für kurze Zeit geschehen sein: am 28. November desselben Jahres stürzte er, auf einem mit Bauholz beladenen Wagen aus dem Walde zurückkehrend, an einer beeisten, schrägen Wegestelle mit dem Wagen um und ward von der schweren, auf ihn fallenden Ladung getötet. Auf dem Londorfer Fried­hofe wurde er zur letzten Ruhe bestattet. Tief betrübte Verwandte und mit ihnen viele seiner Korpsbrüder von der Teutonia in Gießen, der er in Treue und Ehren angehört hatte, folgten trauernd dem Sarge des so früh verblichenen, starken und allgemein geliebten Mannes. Sein


  1. GenWiki-Red.: Der Ort heißt heute Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis.