Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)/079

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Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)
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Beschreibung Geschichte Burg Kynsberg.djvu
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Weise, durch seltene Treue und Besonnenheit eines großen Hundes gerettet wurde. Der kleine Junker ritt täglich nach Schweidnitz in die Schule stets von einem großen Hund begleitet. Auf dem schmalen Fußwege den Burgweg herab, ward der Klepper einmal unerwartet scheu gemacht , sprang bei Seite, gerieth auf einen steilen Fels, so daß der junge Reiter herunter gefallen, aber noch im Biegel hangend, in Gefahr stand mit sammt dem Pferde in einen Abgrund zu stürzen. Da erfaßte der starke Hund den Zügel des Pferdes, und erhielt so Pferd und Reiter, bis Hülfe für beide herbeikam. Zum Andenken dieser wunderbaren Rettung ließen die Eltern den Junker mit Pferd und Hund malen, welches Bild mit manchem andern Andenken später in das neue herrschaftl. Wohnhaus nach Dittmannsdorf auswanderte, und sich dort noch befindet, aber unbedenklich zur Burg zurückgegeben werden sollte. Für diese Sage, so wie für die andre mit dem goldnen Eselsfüllen, sind wirklich noch historische Beweise vorhanden, das Bild und die zerstörten und zerbrochenen Mauern; denn als die Burg der Zerstörung Preiß gegeben wurde, fing man aufs neue an den Schatz zu suchen, wodurch ihre völlige Zertrümmerung noch mehr beschleunigt wurde. Aber für die Sage das graue Kreuz im Teufelsthale ist leider keine historische Spur aufzufinden. Von dem gegenwärtigen Besitzer, in dem Schriftchen, Sagen und Geschichten aus dem Schlesierthale ec. zuerst erzählt ist sie nun auch für das Theater von Fischer in Breslau