Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)/041

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Beschreibung und Geschichte der Burg Kinsberg (1826)
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Beschreibung Geschichte Burg Kynsberg.djvu
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beiden Frauen der Brüder Matthias und Georg, beide vom Geschlecht der Seydlitzen, evangelisch, und gewiß war es die Schwiegertochter Matthias des jüngeren, eine geb. Sylvenstein, deren wir später noch gedenken müssen.

Wie schon oben erwähnt, war unsre Burg das Erbtheil Matthiä des jüngern, und dieser schon beim Leben des Vaters im Besitz derselben, obwohl, wie früher die Czettritzer, alle Brüder sich Logau von Kynsberg schrieben, ja wir finden sogar, das einzelne der Familien diesen Namen noch führten, wie die Burg lange schon in andern Händen war.

Der Ruhm Matthias d. ä. schien sich besonders auf seinen Sohn Matthias d. j., den Besitzer unsrer Burg, fortzuerben. Mit den glänzesten Talenten und körperlichen Vorzügen ausgestattet, mit Vermögen durch väterliche Fürsorge reichlich versehen, durch die Verdienste seines Vaters am Kaiserl. Hofe wohl empfohlen, und durch einen Bruder, der die höchste geistliche und weltliche Ehrenstelle im Lande in sich vereinigte, aufs beste unterstützt, konnte es ihm nicht fehlen, daß er sehr bald zu großem Ansehn gelangte. 1566. wurde er Landeshauptmann der Frürstenthümer Schweidnitz und Jauer und 1570 schon Kammerpräsident. In diesen Jahren kaufte er sogar, in Gemeinschaft mit seinen Brüdern, dem Herzog Carl von Münsterberg-Oels die Fürstenthümer Frankenstein und Münsterberg für 180000 Gulden ab. Eine für Privatleute damals ungemein große Summe, zu welcher doch wohl